Berlin, den 10. März 2026. Eine breite Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich einen leistungsfähigen Sozialstaat. Ein großes Sozialstaatsbündnis kritisiert die Schieflage in der politischen Debatte.
14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam über 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird. Die Initiative setzt dem eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität.
Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt, erklärt dazu: "Eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland will Menschen mit sehr hohem Vermögen stärker an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt sehen – klarer könnte der Auftrag an die Politik nicht sein. Wir sehen uns bestätigt in unserer langjährigen Forderung nach einer Wiedereinführung der Vermögenssteuer: Der Sozialstaat hat kein Ausgabenproblem, sondern muss sinnvoll finanziert werden. Die Vermögenssteuer würde das wieder ermöglichen. Schluss mit dem Sparzwang bei denen, die sowieso wenig haben! Breite Schultern müssen mehr beitragen zu dem System, von dem auch sie in hohem Maße profitieren – das ist auch der Wunsch der Bürger*innen. Ungleichheit ist eine große Gefahr in Deutschland: für unsere Demokratie, aber auch jeden einzelnen Menschen, der sie in seinem Zuhause als Nachteil erlebt.“
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